Fertiggarage Angebot

Fertiggarage Angebot
 
Vor dem Kauf sollte immer ein Angebot stehen. Es ist nicht unüblich, auch nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie dieses Angebot handschriftlich bei einem Besuch bei Ihnen zu Hause erhalten. Dies sieht zwar nicht so professionell aus, erfüllt aber genau den gleichen Zweck wie ein gedrucktes.

Sollte das Angebot extrem viel Text beinhalten, scheuen Sie sich nicht, es sich vereinfachen zu lassen. Niemand kann von Ihnen verlangen, jeden Fachbegriff richtig einzuordnen.
 
Wir möchten Ihnen zwei Beispiele zeigen, die beide ein und dieselbe Garage beschreiben.

Schauen Sie sich die Texte unten an!

Sie werden feststellen, dass Text 2 wesentlich mehr verspricht, aber dieses auch gleich wieder aufhebt. Der zweite Text ist sehr unübersichtlich und so gut wie unverständlich, das heißt:“Viel“ bedeutet nicht immer = „viel“ zu bekommen. Auf einen Punkt möchten wir aber noch eingehen: Die Dachlasst 4,00 kN/m² wird im oberen Angeboten angegeben. Wenn Sie weiterlesen, stellen Sie aber fest, dass es sich nur 0,75 kN/m² handelt. Haben Sie sich die angegebenen DIN-Normen durchgelesen? Nein? Dieses Angebot lügt nicht, denn die Wände halten diese Last wirklich aus.
 
Trotzdem sollten Sie nicht hinters Licht geführt werden.,

Es steckt keine böse Absicht dahinter. Das Angebot Nr. 1 ist für Privatkunden gut geeignet. Angebot Nr. 2 ist für Fachleute und erläutert alle Möglichkeiten. Es entspricht in Umfang und Vollständigkeit dem, was wir als Händler erwarten. So werden  wir in die Lage versetzt, Ihnen als Kunden auch tatsächlich alle Möglichkeiten vorzustellen.
Kennen Sie sich mit dieser Materie aber nicht aus, ist das Angebot 1 für Sie übersichtlicher und unmissverständlicher.
 
Angebot

 

Angebot Fertiggaragen, Nr. 1

Konstruktion
• In einem Stück hergestellte Raumzelleneinheiten, ohne Fugen
• Fugenlos mit den Wänden verbundener, freitragender und glatt abgezogener Betonboden, d = 8 cm
• Wände und Decke aus Stahlbeton und mit doppelter Stahlbewehrung versehen
 
Außenausstattung
• Beschichtung der sichtbaren Wandflächen mit einem weißen und wasserdichten Rollputz
 
Dach
• Mit in die Dachfläche integrierten, seitlichen Ablaufrinnen und Gefälle nach hinten; Sammelrinne hinten, Entwässerungseinlauf mit Laubfangsieb, Dachlast 0,75 kN/m²
• Abdichtung mit Bitumen/Latex-Emulsion.
 
Dachentwässerung
• Innenliegendes Fallrohr aus Kunststoff, d = 7 cm, durch den Boden hinten rechts austretend.
(Anschluss an Grundleitung bauseits)
 
Innenausstattung
• Hellgrauer, wischfester Innenanstrich mit weißer und anthrazitfarbener Sprenkelung
• Rauchverbotsschild mit Wartungshinweis
• Moosgummileiste an der linken Seitenwand zum Schutz der Wagentür
• Be- und Entlüftung durch Entlüftungsöffnungen in der Rückwand und Belüftung über das Schwingtor
• Boden- bzw. Torschwelle aus feuerverzinktem Stahl
 
Schwingtor
• Feuerverzinkt und pulverbeschichtet, Farbton: Verkehrsweiß (ähnlich RAL 9016)
• Zweifachverriegelung bei Toren bis 3 m Breite
• Schließzylinder mit 2 Schlüsseln
 
Lieferumfang
• Seriennummer zur eindeutigen Identifikation (wichtig bei Toraustausch oder Ersatzteilversorgung!)
• Lieferung frei Baustelle
• Montage mit eigenen Spezialtransportern
• Nach Auftragserteilung erhalten Sie die Baubeschreibung, Bauzeichnung und statische Berechnung für den bauseitigen Bauantrag oder die Bauanzeige.

Unterschiede

Unterschiede der Verarbeitung

Angebot Fertiggaragen, Nr. 2

    • 1. Herstellung
    • Seitenwände, Rückwände, Dach und Boden aus einem Stück gefertigt nach Garagen-Norm DIN EN 13978-1:2005-07 sowie gemäß der statischen bautechnischen Typenprüfung durch das Prüfamt für Baustatik, Ulm, die Bewehrung und Betonstärken bestimmt.

 

    • 2. Garagenboden
    • Durchgehender Garagenboden abgezogen, Oberfläche griffig-rau, ohne Gefälle, mit Öffnung für das Fallrohr der Dachentwässerung. Zulässige max. Bodenbelastung: 2,5-t-Pkw oder 350 kg/m2.

 

    • 3. Außenwände
    • Alle Außenwände verputzt mit hochwertigem Kunstharz-Dispersionsputz (weiß, nicht strukturiert). Umlaufende Attika-Schattenfuge ca. 20 cm unterhalb der Oberkante Dach. Auf Sonderwunsch individuelle Putz- und Farbgestaltung. Bei Anbaugaragen, Doppel- und Reihengaragen sowie in allen Fällen, in denen Garagen-Außenwände an andere Wände stoßen, bleiben diese Garagenwände unverputzt.

 

    • 4. Innenausstattung
    • Wischfester, heller, gesprenkelter Innenanstrich, Türschutzleiste, Beschilderung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen.

 

    • 5. Schwingtor, Torrahmen, Torschwelle
    • Verzinktes, kunststoffbeschichtetes Marken-Schwingtor mit Zylinder-Sicherheitsschloss und zwei Schlüsseln. Torrahmen aus verzinkten Stahlprofilen mit gestanzten Blechkanten. Torschwelle aus verzinktem Stahlprofil.

 

    • 6. Dachausführung
    • Flachdach als Stahlbeton-Wannendach mit leichtem Gefälle zur Rückwand, ohne Kiesschüttung. Zul. Dachlast 4,00 kN/m2 (407 kg/m2). Dachdichtung einlagig mit hochwertiger Bitumen-Schweißbahn, vliesverstärkt, UV-beständig, geschieferte Oberseite. Die Ausführung entspricht der Garagen-Norm DIN EN 13978-1:2005-07. Andere Vorschriften wie z. B. FDRL usw. werden nicht angewandt und berücksichtigt.

 

    • 7. Entwässerung
    • Der Dacheinlauf mit Laubfang ist in dem Garagendach serienmäßig hinten rechts angeordnet. Die Dachentwässerung erfolgt über ein Fallrohr NW 50 mm innen an der Rückwand. Andere Ausführungsvorschriften wie z. B. FDRL-01 usw. werden nicht angewandt und berücksichtigt.

 

    • 8. Be- und Entlüftung
    • Umlaufende Lüftungsschlitze im Tor sowie Entlüftung durch
    • Lüftungsöffnungen an der Rückwand.
    • 9. Verblendung
    • Stoßstellen zwischen Reihengaragen bzw. Garagen und Anbau werden vertikal
    • (Wand) und horizontal (Dach) mit Kunststoff-Klemmprofilen geschlossen.
    • Anschlüsse zu bestehenden Gebäuden sind bauseitige Leistungen.

 

    • 10. Unsere Fertiggaragen als Raumkörper unterliegen nicht den allgemeinen Betonfertigteil-Normen, sie werden nach DIN EN 13978-1:2005-07 sowie einer gesonderten Typenprüfung gefertigt. Die Ausführungen von Innenboden, Außenputz, Innenanstrich, Dachentwässerung und Dachbeschichtung sind dem Verwendungszweck entsprechend einfach ausgeführt und entsprechen nur unserer Leistungsbeschreibung. Normen in diesem Bereich, die für Bauwerke gelten, werden nicht angewandt und berücksichtigt. Funktionsteile: Torrahmen und Torschwellen sind verzinkt, weisen jedoch fertigungsbedingt freie Schnittkanten auf, an denen Flugrostansatz auftreten kann. Bewegliche Teile wie Tür-/Torblätter, Scharniere, Gestänge sind bauseitig zu pflegen und zu warten. Schlösser/Schlüssel sind bei Funktionsstörung nach Gefahrübergang vom Kunden zu warten/instand zu setzen.

 

    • 11. Grundrissarten
    • Garagen-Grundrisse als Einzel-, Doppel- und Reihengaragen. Durchfahrgaragen
    • mit Rückwandtor sowie Kombinationen aus Garagen und Anbauten.

 

    • 12. Bauantrag
    • Als Unterlage für den Bauantrag nach vereinfachtem Genehmigungsverfahren
    • können diese Baubeschreibung mit Skizzen sowie die getrennte Typenprüfung
    • verwendet werden.

 

    • 13. Aufstellen
    • Transport und Versetzen „frei Bau“ mit Spezialfahrzeugen schlüsselfertig.

 

    • 14. Pflege und Wartung
    • Nach „Bedienungsanleitung mit Wartungshinweisen“ sowie den Hinweisen auf
    • Seite 8 dieser Beschreibung.

 

    • 1. Garagentor, Torschwelle
    • Farbige Ausführungen; Schwingtor in unterschiedlichem Design auch für Holzfüllungen; Sektionaltore in verschiedenen Ausführungen; bei Doppel-/Reihengaragen gleichschließende Schließzylinder; Torschwelle aus Edelstahl usw.

 

    • 2. Türen, Kippfenster
    • Einbau von zusätzlichen Türen oder Fenstern an vorbestimmten Positionen.
    • Sonderfenster und Sondertüren nach Kundenwunsch.

 

    • 3. Garagen-Anbauten
    • Garagen-Anbauten für jeden Garagentyp. Anbauposition zur Garage rückseitig,
    • links oder rechts.

 

    • 4. Dachbekiesung
    • Helle Kiesschüttung, 2 bis 3 cm hoch

 

    • 5. Entwässerung
    • Alternativ: a) innen, hinten links oder b) außen, rückseitig rechts/links;
    • jeweils über ein PVC-Rohr NW 50 mm. Bei Doppel-/Reihengaragen
    • Zusammenführen der Entwässerungsleitungen.

 

    • 6. Erddruckgaragen
    • Sondergaragen für Erdanschüttung für zwei Lastfälle, E1 und E2, an erdberührenden Flächen ohne Verputz. Auf diesen kann auf Sonderwunsch werkseitig ein Bitumen-Voranstrich aufgebracht werden. Sonderfundamente und Drainage notwendig. Dachentlüftung als Zusatzposition.

 

    • 7. Bauantragsunterlagen
    • Lageplaneintragung, evtl. Geländeschnitte.

 

    • 8. Beratung
    • Jederzeit durch unsere geschulten Garagenfachleute oder unser werkeigenes
    • Ingenieurbüro.

 

    • Sonderausführungen 2
    • 1. Baugenehmigung
    • Je nach Bundesland ist die Fertiggarage unter bestimmten Voraussetzungen genehmigungsfrei. Falls eine Bauanzeige bzw. rechtsgültige Baugenehmigung erforderlich ist, ist deren Vorliegen Voraussetzung für den Produktionsbeginn.

 

    • 2. Absteck- und Vermessungsarbeiten
    • Bauseitig sind die Fundamente sowie das Schnurgerüst zur Positionierung
    • der Garage vor Anlieferung positionsgerecht zu erstellen.

 

    • 3. Fundamente
    • Fundamente unter Berücksichtigung der Bodenklasse nach unseren Fundamentplänen. Zwischen Oberkante Fundament und Planum des Garagenaufstellplatzes sind 5,0 cm als Luftraum frei zu lassen. Bei Garagen mit Anbau sowie Reihengaragen muss der Fundamentbereich überfahren und nach Ziffer 6 belastbar sein. Die Fundamente sind rechtzeitig vor Montage zu erstellen, sodass der Beton vollständig ausgehärtet ist und seine Endfestigkeit aufweist (unter normalen Witterungsbedingungen nach 28 Tagen).

 

    • 4. Entwässerung
    • Verlegen der Kanal- sowie der Entwässerungsanschlüsse.

 

    • 5. Anschlüsse an andere Gebäude
    • Erstellen der Dach- und Wandanschlüsse sowie der Abdichtungen.

 

    • 6. Befahrbarkeit, Zufahrt, Freiräume
    • Als Freiraum und Aufstellplatz für 37-t-Fahrzeuge mit einem Raddruck von 5 t sind zu berücksichtigen:
      • a) Mindestdurchfahrtsbreite bei ebenem Gelände = Garagenbreite + 10 cm;
      • b) lichte Versetzhöhe = 4,10 m, Balkone und sonstige Vorsprünge sind zu berücksichtigen;
      • c) Freiraum vor dem Garagenaufstellplatz (Torseite) mind. 10 m auf voller Durchfahrtsbreite;
      • d) Freiraum und Zufahrt dürfen keine Steigung/kein Gefälle über 8 % (= 0,80 m auf 10,00 m) aufweisen.
      Bei abweichenden Verhältnissen sind Sonderregelungen zu treffen. Alle Sonderregelungen bedürfen der Schriftform.

 

  • 7. Erddruckgaragen
  • Erddruckgaragen benötigen beim Aufstellen umlaufend um die Garage einen freien Arbeitsraum von 1,00 m. Die erdberührenden Flächen der Garage sind nach Absprache werkseitig mit einem Bitumenanstrich zu versehen. Die Verfüllung des Arbeitsraumes sowie das Abdichten der erdberührenden Flächen und die Anordnung der Drainage sind bauseitig nach VOB und den DIN-Vorschriften durchzuführen. Dazu zählen unter anderem: lagenweises Auffüllen und Verdichten; Wandflächen, die später angeschüttet werden, sind mit einer Bauwerkabdichtung, einer Hinterfüllung mit frostsicherem, drainagefähigem Schüttmaterial, Y = 19,0 kN/cm3 und einer Drainage bis unterhalb der Garagenunterkante nach DIN 18308 auszuführen. Zum Auffangen des Erddrucks sind die Garagen im Lastfall E2 außerdem auf den Fundamenten zu verankern (Sonder-Fundamentsplan anfordern).